Autismus und Inklusion – Statement zu einem Artikel

Sehr gutes Statement! http://wp.me/p1mwxK-nR

Vieles von dem was du über Nachteilsausgleich geschrieben hast, durfte ich in meiner Schulzeit nutzen. Auch ohne Diagnose. Diagnosen die ich damals hatte, waren “psychische Störung” (wurde nicht näher bezeichnet, und später dann “soziale Phobie”. Ich hatte das Glück auf eine Integrationsschule gehen zu dürfen. Meine Lehrer haben schnell gemerkt, dass ich “anders” war. Zum Beispiel durfte ich im Unterricht leise über Kopfhörer Musik hören. Dadurch konnte ich mich besser konzentrieren und die Reizüberflutung mildern. Mündliche Aufgaben durfte ich oft schriftlich machen. Manche Lehrer waren damit nicht einverstanden aber meine Klassenlehrerin hatte da das letzte Wort. 

Auch bei Klassenarbeiten bekam ich die verlängerte Zeit, zusammen mit anderen behinderten Kindern. Oftmals habe ich sie nicht benötigt. Ein extra Raum wurde mir ebenfalls gestellt. Das Einzige was ich mir sonst noch gewünscht hätte, wäre ein ruhiger Raum wo ich allein die Pausen hätte verbringen dürfen.

Wegen der “Sonderbehandlung” wurde ich natürlich von den anderen Klassenkameraden gemobbt. Die wollten nicht verstehen warum ich keine mündliche Vorträge halten musste. Auch nach versuchtem Erklären der Lehrer. 

So alles im allen hatte ich echt verdammtes Glück mit der Schule, dass sie, auch ohne Autismus-Diagnose, auf meine Bedürfnisse eingegangen sind.

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